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Deutschlandtour Dezember 2004
Duo mit Rachel Harrington
27. Dezember, Subrosa, Dortmund:
Das Subrosa ist ein sehr gemütlicher Club für Konzerte
in kleiner Besetzung mit nem Sessel und nem Sofa auf der Bühne.
Zu meinem letzten Konzert im Subrosa 1999 kamen vielleicht ne
Handvoll Leute; diesmal war's schön gefüllt, worüber
ich mich sehr gefreut habe. War überhaupt ne schöne
entspannte Stimmung bei unserem ersten Konzert auf der Tour. Am
Ende des Abends haben wir uns gewundert, dass wir noch ne Reihe
von Songs in der Hinterhand hatten. Zuvor hatten Rachel und ich
befürchtet, vielleicht nicht ausreichend Material geprobt
zu haben. Am meisten Spaß hat's mir gemacht, während
Rachels Solonummern im Sessel zu lümmeln. Als letzte Zugabe
habe ich mich auf Zuschauerwunsch an Townes van Zandts "Two
Girls" versucht. Etwa Mitte der zweiten Strophe wusste ich
dann auch wieder, wie der Song geht. Ein schöner Abend, ein
schöner Auftakt.
28. Dezember, Rickenbacker's Music Inn, Berlin:
Nach fünf Stunden Autofahrt quer durch Deutschland waren
wir beim Betreten des Rickenbacker's gelinde gesagt überrascht.
Dort wurde gerade ein Video für den Songschreiber Tom Cunningham
gedreht. Als wir nach ner Stunde wiederkamen, war zwar die Bühne
frei, Tom & Co. drehten ihr Video jedoch direkt vor der Eingangstür,
was es Passanten nahezu unmöglich machte, den Club zu betreten.
Na, immerhin etwa 25 Leute bekamen wir noch beisammen. Leider
sind ein paar unserer Freunde, die sich angekündigt hatten,
nicht aufgekreuzt. Wir hatten trotzdem nen guten Abend und den
Anwesenden hat's offenbar auch gut gefallen.
29. Dezember, Rittersaal, Burg Stargard:
Am schwierigsten war die Anreise. Weil die Bundesstraße
von Berlin nach Neubrandenburg nach einem Autounfall komplett
gesperrt war, musste Rachel sich als Kartenleserin deutscher Straßenkarten
und Navigatorin durch brandenburgische Wälder verdingen.
Endlich angekommen, mussten wir in größter Eile aufbauen
und Sound checken. Als um 19.30 Uhr die Tore geöffnet wurden,
kamen die Leute wie zum Sommerschlussverkauf in den ausverkauften,
wunderschönen Rittersaal der alten Burg gestürmt. Nach
flottem Garderobenwechsel mit Käsebrot-Einverleibung haben
wir anschließend einen wirklich wunderschönen Abend
mit bestens gelaunten Burg Stargardern und Neubrandenburgern verbracht.
Der Nordkurier hat am nächsten Tag vom Konzert geradezu geschwärmt
und will "perfektes Fingerpicking" gehört haben.
Teufel nochmal!
War wahrscheinlich das beste der fünf Deutschland-Konzerte.
30. und 31. Dezember, Hotel Baltic, Zinnowitz auf Usedom:
Zum Abschluss spielten wir zwei Abende im Pub dieses schönen
Hotels. Zum ersten Abend reiste uns sogar ein Pärchen nach,
das uns am Abend vorher in der Burg gesehen hatte. Toll!
Am ersten Abend spielten wir unser reguläres Programm, am
Silvesterabend erfüllten wir dem Hotelbesitzer den Wunsch
nach "mehr Pep!" Ich hab' fast jeden bekannten Coversong,
den ich mal gelernt habe - Songs von CCR, Elvis, Johnny Cash,
Dylan, den Stones und Sam Cooke - gespielt. Kam auch gut an. Ich
hab' jedoch drauf geachtet, das neue Jahr mit "Hobo Dream"
zu eröffnen.
Rachel und ich haben das Hotel, das Feuerwerk, die prima Verpflegung,
das Schwimmbad und die Gage genossen.
US shows Januar 2005
7. Januar, The Portal Café, Vancouver, WA. (mit Rachel
Harrington und Bobcat Bob Rice):
Das war in erster Linie ne kleine Aufwärmshow für mich,
weil ich gern ein Konzert in den USA spielen wollte vor dem großen
Gig in Nashville. Rachels Gitarrist Bobcat Bob Rice unterstützte
uns an diesem Abend und es hat großen Spaß gemacht,
mit ihm bei Rachels Songs zu jammen und zu hören, was ihm
zu meinen Songs einfiel.
11. Januar, Western Beat im Exit/In, Nashville, TN. (mit The
Coalmen):
Nach nur einer Probe haben mich The Coalmen aus Nashville beim
Western Beat-Abend mit fünf Bands im legendären Exit/In
begleitet. Alles hat wunderbar geklappt und Dave Coleman, Hitch
und Dave Ray haben dafür gesorgt, dass ich mich bei unserem
30-Minuten-Set auf der Bühne sehr wohl gefühlt habe.
Rachel kam bei "Where Do We Go From Here" zum Duett
auf die Bühne. Hat mir Riesenspaß gemacht in diesem
tollen Laden vor gut gelauntem Publikum am selben Abend wie z.B.
Walt Wilkins und Bob Delevante zu spielen.
Am besten gefiel mir aber das Set der Coalmen in Fünfer-Besetzung.
Ne prima Band!
Übrigens gibt's nichts Cooleres als nach nem Konzert in Nashville
backstage abzuhängen. Bassist Paul Slivka hat mich erkannt,
weil er 1999 mit Matthew Ryan beim Orange Blossom Special in Beverungen
gespielt hat - damals war ich auch dabei. Außerdem habe
ich mich bestens mit Bryan Owings unterhalten, dem absoluten Killerdrummer,
der mit Buddy Miller und vielen andern spielt.
14. Januar, The Flying Lion, Seattle, WA. (mit Rachel Harrington
and Bobcat Bob):
Das Flying Lion Café ist sowas wie ein Heimspiel für
Rachel und Bob in Seattle. Ich hatte an dem Abend starke Kopfschmerzen
und bin erst im zweiten Set in Fahrt gekommen. War dann noch ganz
gut, denke ich.
15. Januar, The Nightlight Lounge, Bellingham, WA. (mit Rachel
Harrington and Liz Elton):
Nach der frühzeitigen Anreise habe ich mich erstmal aufs
Ohr gelegt, um erneute Kopfschmerzen zu vermeiden. Als ich etwa
zwei Stunden später wieder aufwachte, war ganz Bellingham
total eingeschneit. Trotzdem haben wir's zur Nightlight Lounge
geschafft. Geezus, was für ein wunderschöner Club mit
super Anlage, tollem Licht und überaus netten Menschen. Wir
spielten ein 45-Minuten-Set als Opener für Jesse Sykes &
The Sweet Hereafter, das etwa 400 Zuschauern offenbar sehr gut
gefiel. Rachels Freundin Liz Elton begleitete uns bei einigen
Songs an der Fiddle; leider kam Bob nicht durch den Schnee und
verpasste ein wunderschönes Konzert.
In dem Laden würde ich gerne mal mit den Gunslingers spielen.
Woohoo!
16. Januar, PennyCafé, Seattle, WA. (mit Rachel Harrington
and Bobcat Bob):
Am nächsten Morgen spielten wir nach einer Fahrt durch
den Schnee nen kleinen Gig zum Brunch im Penny Café. Bob
und ich hatten viel Spaß mit einigen Songs, die wir noch
nie zusammen gespielt hatten: Nummern von Elvis, Cash, Gram Parsons
und Little Feat.
16. Januar, Conor Byrne Pub, Seattle, WA. (mit Rachel Harrington
and Bobcat Bob):
Obwohl ich wegen neuerlicher schlimmer Kopfschmerzen nach stressigem
Tag den Soundcheck versäumte, wurde das noch ein sehr schönes
Abendkonzert. Rachel hatte vorher befürchtet, dass wir im
Pub am Sonntagabend vielleicht nur zur Hintergrundberieselung
dienen würden, doch es kam ganz anders. Das Publikum hörte
zu, ging mit, klatschte mit, tanzte und wand sich sogar im Hula-Hoop-Reifen
während wir spielten. Und hinterher kauften sie CDs. Ein
richtig schöner Abend; leider das letzte Konzert mit Bob.
18. Januar, Songwriter Showcase at The Green Room, Portland,
OR. (mit Rachel Harrington): Rachel und ich teilten uns ein
60-minütiges Set beim Songwriter Showcase in Portland. Ich
habe ein paar neue Songs ausprobiert. War ein sehr schöner
Abend, auch wegen der Sets der anderen Songschreiber Laura Gibson
und Kris Kirkman aus Portland. Die beiden klangen prima - und
ich glaube, Rachel und ich waren auch gut in Form.
19. January, Sam Bond's Garage, Eugene, OR. (w/ Rachel Harrington):
Das letzte Konzert unserer kleinen Tour durch den amerikanischen
Nordwesten war nicht ganz das erhofft große Finale. Ehrlich
gesagt, war nicht sehr viel los am Mittwochabend in Sam Bond's
Garage. Trotzdem kamen wir im zweiten Set in Fahrt, als uns klar
wurde, dass dies unser letzter gemeinsamer Gig für ne ganze
Weile sein würde. Und ein Running Gag fiel dabei auch noch
ab. Nachdem Rachel mich einmal "Skippy" genannt hatte,
baute ich das wo immer möglich in die Songtexte ein. "Where
do we go from here/ you've called me Skippy before".
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